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Vakuumpumpe gegen Impotenz

Vakuumpumpe gegen Impotenz Die Vakuumpumpe - auch als Penispumpe bezeichnet - ist ein Klarsicht-Zylinder, der auf das männliche Glied gesetzt und eng an den Körper gedrückt wird, so dass in ihm Unterdruck mittels einer Pumpe erzeugt werden kann. Der Unterdruck bewirkt, dass Blut in die Schwellkörper fließt. Dies dient dem Zweck, eine Erektion zu forcieren, einerseits einfach als Sexspielzeug oder andererseits bei einer erektilen Dysfunktion - landläufig auch Impotenz genannt. Die so gewonnene Erektion reicht in der Regel aus, um einen für beide Seiten befriedigenden Geschlechtsverkehr zu haben.

Die Vakuumpumpe wird zunächst auf den noch schlaffen Penis gestülpt. Dann wird mittels eines manuell zu bedienenden Pumpballs oder einer elektrischen Pumpe in dem Zylinder ein Vakuum erzeugt. Ist die gewünschte Steifheit erreicht, wird diese mit Hilfe eines elastischen Staurings gehalten. Dieser wird mit einer Führungshülse über das Glied gezogen.

Worauf muss man bei der Anwendung achten?

Zunächst einmal ist ganz wichtig, dass man ausreichend Gleitgel verwendet. Der Versuch, die Pumpe ohne oder bei nur geringem Einsatz eines Gleitmittels überzustülpen, kann äußerst schmerzvoll sein. Dies wirkt natürlich wiederum kontraproduktiv auf den gewünschten Erfolg.

Darüber hinaus muss der Druck sehr gut dosiert sein. Nicht nach dem Motto „Hauptsache steif“ pumpen! „Mehr“ ist nicht immer gleichzusetzen mit „besser“. Bei zu großem Unterdruck kann es zu Blutblasen und Schmerzen kommen oder – noch schlimmer und definitiv unerwünscht – zu einem Blutstau oder zu Verfärbungen, die dann möglicherweise die Freude der Partnerin/des Partners trüben. Zwar sind diese Nebenwirkungen nicht von Dauer, helfen aber in der entsprechenden Situation auch nicht weiter.

Bei elektrischen Vakuumpumpen gibt es einen Regler, mit dem man den gewünschten Unterdruck einstellen kann. So lassen sich die Nebenwirkungen vermeiden, vorausgesetzt natürlich, man stellt ihn nicht zu hoch ein.

Ganz wichtig ist auch, dass der Stauring – ähnlich wie ein „normaler“ Penisring – nicht länger als 30 Minuten getragen werden soll. Durch die Stauung, die die Erektion provoziert, wird der Blutfluss im Penis/in den Schwellkörpern vermindert. Darum sollte dieser Zustand die empfohlene Zeitspanne nicht überschreiten, damit es nicht doch noch zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt.

Zusammenfassend sei hier eine Liste aller erforderlichen Utensilien aufgestellt. Dieses strategische Vorgehen mag auf den ersten Blick sehr wenig erotisch wirken, kann aber Spaß hemmende Effekte vermeiden helfen, die auf Grund zum Beispiel eines fehlenden Staurings auftreten könnten.
  • Vakuumpumpe mit manuellem Pumpball oder elektrischem Regler
  • Stauring in der passenden Größe (In den meisten Pumpensets sind verschiedene Größen von Stauringen enthalten.)
  • Führungshülse
  • ausreichend Gleitmittel
  • ggf. einen Wecker, um nicht mit dem Ring einzuschlafen

Die Vorbereitung

Neben dem Bereitlegen der erforderlichen Utensilien (s. o.) kann man zur einfacheren Handhabung der Pumpe eine Rasur im Genitalbereich in Erwägung ziehen. Dadurch wird einerseits gewährleistet, dass die Pumpe richtig dicht am Glied anliegt, andererseits vermeidet man so auch das lästige Ziepen beim Entfernen des Staurings.

Natürlich sollte zuvor auch sicher gestellt sein, dass die Penispumpe in hygienisch einwandfreiem Zustand ist. Nicht nur sich selbst, auch der Partnerin/dem Partner zuliebe. In der Regel reicht eine Reinigung mit warmem Wasser und ggf. einer Spüllotion aus.

Vor der erstmaligen Anwendung empfiehlt es sich, sich mit der Technik, den Reglerstufen und der Führungshülse vertraut zu machen. Auch ein Experimentieren mit der Größe des Staurings ist ratsam. Ist der Stauring zu groß, hält er die Erektion nicht lange genug aufrecht. Ist er zu klein, lässt er sich gar nicht oder nur sehr schwer überziehen und kann Schmerzen verursachen. Darum ist die Wahl des richtigen Ringes schon auch mit entscheidend für den Erfolg.

Überdies sollte natürlich ein offenes Gespräch mit der Partnerin/dem Partner stattfinden. In einer langjährigen Beziehung ist die erektile Dysfunktion sicherlich kein Geheimnis und eine Lösung des Problems kommt wahrscheinlich beiden Seiten sehr entgegen. Darum ist es auch eine gute Möglichkeit, sich die „Arbeit“ mit der Pumpe zu teilen. Das kann die Vorfreude vergrößern und das Gemeinschaftsgefühl stärken. Zudem liegt damit nicht die ganze Verantwortung auf nur einem Part.

Oftmals kommt ja zu der organischen Ursache auch eine psychische Belastung. Der Verlust der Potenz wird als Mangel, als persönliches Versagen empfunden. Je öfter man es versucht und sich keine Erektion einstellt, umso mehr Versagensängste können sich aufbauen.

Dem kann man entgegenwirken, indem die Handhabung der Pumpe gemeinsam angegangen wird. Vielleicht ist ja das Gegenüber auch viel liebevoller zu dem Penis als man selbst und verwöhnt ihn schon beim Anlegen der Pumpe. Zumindest aber braucht man so keine Heimlichkeiten aufzubauen, nicht vorher im Bad zu verschwinden und dort die Erektion schnell herbeizuführen. Man erspart sich weiteren Druck und Stress und kann das Ganze entspannter angehen – und somit wahrscheinlich mit mehr Erfolg.

Für wen ist die Vakuumpumpe geeignet?

Sieht man einmal von dem Spaßfaktor bei bestimmten sexuellen Vorlieben und Fetischen ab, ist die Vakuumpumpe ein geeignetes Mittel für alle, die unter erektiler Dysfunktion leiden. Am ehesten wird sie in langjährigen Beziehungen akzeptiert.

Da sie – im Gegensatz zu Tabletten - so gut wie keine Nebenwirkungen hat, gibt es auch keine Kontraindikation zu ihrer Anwendung. Lediglich bei gerinnungshemmenden Medikamenten sollte ein zu starker Unterdruck/ eine zu pralle Füllung der Schwellkörper vermieden werden, ist aber auch in dem Zusammenhang durchaus angebracht.

Da die Gründe für die Impotenz jedoch so vielfältig sind, sollte man auch dann noch zum Arzt gehen und die Ursachen abklären lassen, wenn man die Dysfunktion erfolgreich mit der Pumpe überwindet. Nicht selten verbergen sich nämlich hinter diesem Symptom Durchblutungsstörungen, Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“), Leber- und Nierenfunktionsstörungen, ein Bluthochdruck oder andere ernst zu nehmende Krankheiten. Darum sollte man sein Schamgefühl überwinden und seinen Hausarzt konsultieren. Das erfordert unbestreitbar einiges an Mut, denn irgendwie fühlt man sich durch die erektile Dysfunktion trotz aller Aufklärung immer noch stigmatisiert. Aber es ist der beste Weg, um schlimmeren Folgeschäden durch eine sonst vielleicht unerkannte systemische Krankheit Vorschub zu leisten.

Wenn klar ist, dass die Impotenz z.B. durch eine Nervenschädigung während einer Operation oder Ähnlichem verursacht wurde, kann die Penispumpe natürlich sofort angewendet werden ohne die Notwendigkeit weiterer Diagnostik. Überdies besteht hier die Möglichkeit, dass man die Pumpe auf Rezept erhält, um ohne Tabletten oder Infusionen auszukommen.

Die Vakuumpumpe ist
  • nebenwirkungsarm
  • ohne Ausnahmen und beliebig oft anwendbar
  • kein Ersatz für einen Arztbesuch
  • ein erprobtes Mittel für befriedigenden Geschlechtsverkehr
  • einfach zu handhaben
  • u.U. auch auf Rezept erhältlich