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Potenzmittel Vergleich - Cialis, Levitra, Viagra

Potenzmittel gegen Impotzenz Seit der Zulassung von Viagra (Sildenafil) im Oktober 1998 steht erstmals eine sehr wirksame Substanz zur Verfügung, die in Tablettenform eingenommen werden kann. Wirkprinzip von Sildenafil ist, dass es den Abbau einer für das Zustandekommen einer Erektion sehr wichtigen Substanz, nämlich dem sogenannten cyclo-Guanosinmonophosphat (Abkürzung cGMP), hemmt. Diese Substanz wird bei sexueller Reizung durch das im Penis natürlicherweise vorkommende Enzym Guanylatzyklase gebildet und normalerweise durch das Enzym Phosphodiesterase Nr. 5 wieder verschwindet, so dass neu gebildetes cGMP auch ständig wieder abgebaut wird. Wenn nun ein Mann Viagra einnimmt so wird das durch sexuelle Reizung gebildete cGMP nicht gleich wieder abgebaut, d.h., dass es länger im Penis-Schwellkörper verweilt. Um so mehr cGMP aber im Schwellkörper ist um so stärker und länger ist auch die Erektion, da die Durchblutung gesteigert wird.

Andere Potenzmittel wie beispielsweise Cialis und Levitra funktionieren nach demselben Prinzip.

Potenzmittel im Vergleich

Viagra Cialis Levitra
Potenzmittel Viagra Potenzmittel Cialis Potenzmittel Levitra
Wirkstoff: Sildenafil Tadalafil Vardenafil
Auf dem Markt seit: 03/1998 11/2002 03/2003
Dauer bis Wirkungseintritt: ~ 30 Minuten ~ 2-4 Stunden ~ 1 Stunde
Halbwertszeit: ~ 4 Stunden ~ 17,5 Stunden ~ 5 Stunden
Wirkung bei Alkoholgenuss, fettreicher Nahrung: schlechter, verzögert identisch verzögert
Mögliche Nebenwirkungen: Sehstörungen, Kopfschmerzen, verstopfte Nase, Magenschmerzen Sodbrennen, gerötete Haut Sehstörungen, Kopfschmerzen, verstopfte Nase, Magenschmerzen Sodbrennen, gerötete Haut Sehstörungen, Kopfschmerzen, verstopfte Nase, Magenschmerzen Sodbrennen, gerötete Haut
Online-Verschreibung: Viagra online kaufen (legal) Cialis online kaufen (legal) Levitra online kaufen (legal)

Alle hier gennannte Potenzmittel können nur wirken wenn vorher durch sexuelle Reizung und Übertragung der Nervenreize auf den Penis cGMP gebildet worden ist. Erfolgt keine sexuelle Reizung oder sind z.B. die Nervenbahnen zum Penis durch Operationen (z.B. Entfernung der Blase oder Prostata bei Krebs) oder schwere Rückenmarks-/Becken- oder Dammverletzungen komplett unterbrochen können die Potenzmittel Viagra, Cialis oder Levitra auch nicht wirken. Viagra wird on demand, d.h. 45-60 min. vor dem gewünschten Geschlechtsverkehr eingenommen. Cialis circa 2-4 Stunden davor und Levitra 1 Stunde vor dem Geschlechtsverkehr.

Bei Alkoholgenuß und fettreichen Mahlzeiten ist die Resorption verlangsamt bzw. vermindert, so dass die Wirkung deutlich verzögert und schwächer sein kann.

Erfahrungen von Urologen haben gezeigt, dass Potenzmittel in ca. 70 % aller Impotenzformen wirken.

Nebenwirkungen von Potenzmitteln

Kaum war das Mittel auf dem Markt, schon dämpften Meldungen über gesundheitliche Komplikationen und geheimnisvolle Todesfälle die anfängliche Euphorie. Für Fachleute kein Wunder. Denn grundsätzlich ist es ein Problem, wenn ein neu entwickeltes Medikament in kürzester Zeit zum weltweiten Großeinsatz gelangt. Mögliche Nebenwirkungen, die auch nach den Voruntersuchungen niemals auszuschließen sind, können dann in großen Zahlen auftreten.

Die häufigsten Nebenwirkungen von den Potenzmitteln Viagra, Cialis und Levitra sind mild und haben keine bleibenden Folgen. Nach der oralen Einnahme verteil sich der Wirkstoff mit dem Blutstrom über den gesamten Organismus. Das Problem: Das Enzym Phosphordiesterase, das durch Potenzmittel gehemmt werden soll, ist nicht nur im angestrebten Zielort, den Schwellkörpern vorhanden, sondern auch in anderen Geweben. Selbst wenn es dort nicht gleich wirksam ist , kann es dennoch zu unerwünschten Effekten führen - besonders dann, wenn es hoch dosiert wurde. Das Mittel hat Einfluss auf die Intensität der Durchblutung, verändert die Kommunikation der Nervenzellen oder die Lichtwahrnehmung. Im Auge gehört die Phosphordiesterase zu einem Regelkreis, der das Farbensehen ermöglicht. Durch Potenzmittel wird die Farbwahrnehmung gestört - die Welt erscheint durch einen Blauschleier. Menschen, die einen genetischen Defekt in diesem Stoffwechselkreislauf haben, können mit der Zeit Netzhautschäden entwickeln.

Die gute Meldung vorweg: Die berüchtigte Dauerereketion, wie sie z.B. nach der Schwellkörperinjektion (SKAT) auftreten kann, ist wohl bei Potenzmitteln nicht zu erwarten. Solch eine gefürchtete Nebenwirkung ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch dauerhaft das Penisgewebe schädigen. Andere unangenehme Begleiterscheinungen wurden aber beobachtet. Eine Gefäßerweiterung im Gehirn führte bei vielen der Patienten zu Kopfschmerzen (16%). Auch Hitzewallungen, Übelkeit und Verdauungsbeschwerden (7%) traten auf. Ca. 3% der Männer berichteten über die oben bereits beschriebenen Beeinträchtigungen des Farbsehens.

Im Beipackzettel sind noch weitere, sehr seltene Nebenwirkungen aufgelistet (weniger als 2 Prozent der Patienten). Darunter fallen: Asthma, Rückenschmerzen, Migräne, trockener Mund, Durst, Bronchitis, Schwitzen, Ohrenschmerzen, Gastritis, allergische Reaktionen.

Viagra (Sildenafil) Cialis (Taladafil) Levitra (Vardenafil)
Kopfschmerzen 13 Prozent 11 Prozent 11 Prozent
Gesichtsröte 15 Prozent 4 Prozent 10 Prozent
Verdauungsstörungen 12 Prozent 7 Prozent 4 Prozent
Muskelschmerzen 0 Prozent 4 Prozent 0 Prozent
Rückenschmerzen 0 Prozent 4 Prozent 0 Prozent
Sehstörungen 5 Prozent 0 Prozent 2 Prozent
Verstopfte Nase 1 Prozent 4 Prozent 7 Prozent

Gefährlich sind Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Beonders kritisch ist die Kombination mit bestimmten blutdrucksenkenden Präparaten - hierauf wird von den Arznei-Herstellern ausdrücklich hingewiesen. Auch wenn gleichzeitig verschiedenen Mittel gegen Diabetes oder Herzkreislauf-Beschwerden genommen werden, können Komplikationen auftreten. Desgleichen sollten Patienten, die mit bestimmten Aids-Medikamenten oder Antibiotika behandelt werden, vorsichtshalber auf die Potenzhilfe verzichten. Tödliche Folgen können schließlich die erwarten, die sich mit Hilfe zusätzlicher Stimulantien den endgültigen Kick geben wollen - wie z.B. mit der Partydroge "Poppers", ein Riechfläschchen mit Amylnitrat.

Mancher Patient ist durch die Anstrengungen des sexuellen Aktes überfordert

Ein verantwortungsbewußter Mediziner sollte schließlich noch etwas anderes untersuchen: Nämlich inwieweit der Patient den körperlichen Aktionen des Beischlafs überhaupt gewachsen ist. Gefährdet sind z.B. Männer mit einer schweren Herzinsuffizienz oder einer instabilen Angina pectoris. Der enorme Anstieg des Pulsschlags kann für Herzkranke zu einer tödlichen Gefahr werden - besonders dann, wenn sie körperliche Anstrengungen nicht mehr gewohnt sind.

Wie vertragen sich Potenzmittel mit Alkohol?

Potenzmittel können ohne Probleme auch mit einem Gläschen Bier oder Wein eingenommen werden. Zwischen den hier genannten Potenzmitteln und Alkohol bestehen keine biochemischen Wechselwirkungen. Jedoch verzögert sich die Dauer bis zum Wirkungseintritt.

Potenzstörungen: Die Angst, ein halber Mann zu sein

Die meisten betroffenen Männern trauen sich nicht zu, offen über das Thema Impotenz (Erektile Dysfunktion) zu sprechen. Dies hat vor allem etwas damit zu tun, dass das Thema immer noch weitestgehend tabu ist. Nicht wenige Menschen sind von einer Erektionsstörung betroffen. Amerikanische Studien besagen, dass rund 50 % aller Männer, die bereits über 40 Jahre alt sind, zumindest zeitweise von einer Erektilen Dysfunktion betroffen sind. Der Anteil nimmt mit steigendem Alter immer weiter zu.

Die Impotenz kann viele verschiedene Ursachen haben, die nicht nur körperlich, sondern vor allem auch häufig seelisch bedingt sind. Fachleute trennen demnach nicht mehr die verschiedenen Ursachen, sondern berücksichtigen bei der Diagnose und Therapie alle Faktoren der Erkrankung.

Rund 70 bis 80 Prozent aller Potenzschwierigkeiten sind auf körperliche Ursachen zurückzuführen. Weiterhin spielen seelische Probleme eine sehr große Rolle. Diese psychischen Faktoren können die körperlichen Defekte durchaus soweit verstärken, dass am Ende im Bett kein sexueller Erfolg mehr spürbar ist. Die meisten Männer können mit der Erektionsstörung nicht leben, da sie sie als Schwäche ihrer männlichen Identität ansehen.

Ist es über einen längeren Zeitraum nicht möglich, eine Erektion zu erlangen, so fühlt sich der Betroffene häufig nur noch als halber Mann. Die daraus resultierende Angst, noch einmal zu versagen, sorgt wiederum dafür, dass die ED verstärkt wird. Die Betroffenen befinden sich in einem unüberwindbaren Kreislauf.

Rund 20 bis 30 Prozent aller Patienten leiden auf Grund psychischer Defizite unter einer mangelnden Erektionsfähigkeit. Sexualwissenschaftler und Psychologen sehen Störungen der Potenz zuerst als verschlüsselte Botschaften des Körpers und der Seele. Streikt der Penis, so stecken häufig Stress, Leistungsdruck, Hemmungen oder Ängste dahinter, aber auch ein Protest gegen den Zwang, ein starker Mann sein zu müssen.

Egal, welche Ursache auch immer dahinter stecken mag – Es ist eine Tatsache, dass ein ständiges „Versagen“ im Bett oder die Unfähigkeit des Erlangens einer Erektion, die Psyche und die Qualität des Lebens eines Betroffenen mehr belastet und einschränkt, als alle anderen genannten Faktoren. Meist erfolgt die Behandlung von Impotenz mit Hilfe von Potenzmitteln. Inzwischen gibt es zahlreiche Medikamente gegen ED. Die bekanntesten Potenzmittel sind Viagra, Cialis, Levitra und Kamagra. So hilfreich Potenzmittel auch sein können, es sollten zunächst andere Behandlungsmöglichkeiten (z.B. eine Hypnosetherapie) vorgezogen werden.